Die JuraLimestone GmbH ist seit mehr als drei Jahren auf dem russischen Baumarkt tätig. Unser Schwerpunkt liegt auf Fassaden, doch wir haben auch zwei große Innenraumprojekte realisiert: Pushkino Park im Moskauer Gebiet und die Kalina Mall in Wladiwostok.
Fassadenprojekte verlangen besondere Sorgfalt, weil die Selektion des Steins entscheidend ist. Naturstein an der Gebäudeaußenseite muss eine außergewöhnliche Dauerhaftigkeit besitzen.
Viele Faktoren beeinflussen die Dauerhaftigkeit von Jura-Kalkstein; die Frostbeständigkeit gehört zu den wichtigsten. Das Sedimentgestein wurde durch Wärme umgewandelt, und der Rekristallisationsgrad bestimmt seine marmorierte Struktur. Jura-Kalkstein ist ein mittelfestes Gestein mit etwa 2.500 kg/m³ Dichte, mehr als 150 Frost-Tau-Wechseln Beständigkeit und bis zu 120 MPa Druckfestigkeit.
Das wichtigste Risiko ist Material aus einer ungeeigneten Schicht. Jura-Kalkstein lagert in 25 bekannten Schichten; langjährige Praxiserfahrungen unterscheiden die für Außenanwendungen geeigneten Lagen von den für Innenräume bestimmten.
Deutsche Hersteller trennen und kennzeichnen die Blöcke im Werk nach Schichten. Schwierigkeiten entstehen, wenn Zwischenhändler Blöcke kaufen, andernorts verarbeiten und dem Käufer die Herkunft des Rohmaterials nicht offenlegen.
Dieses Problem tritt häufig bei Material von chinesischen Steinbörsen auf, wo Blöcke aus aller Welt verarbeitet werden und die Herkunft fertiger Produkte schwer festzustellen ist. Ein Anbieter kann nahezu jeden Zielpreis erfüllen; der Käufer riskiert jedoch Jura-Stein unbekannter Herkunft und unklarer Selektion.
Ein typisches Beispiel für Schäden an Jura Beige aus Blöcken unbekannter Herkunft.
🔍Ein Beispiel für Jura Beige aus verschiedenen Schichten, mit Zwischenlagen und ohne zusammenhängende Selektion.
🔍Die Selektion beeinflusst auch die Dauerhaftigkeit. Deshalb muss der realistische Quadratmeterertrag aus einem Kubikmeter Block bekannt sein. Langjährige Produktionsdaten von JuraLimestone zeigen, dass zwischen Rohblock und verpacktem Endprodukt 42–47 % des Materials aussortiert werden. Verantwortungsbewusste russische Verarbeiter kalkulieren beim Kauf von Rohplatten ebenfalls einen Ausschuss ein.
Dieses Beispiel zeigt aus unserer Sicht nahezu völligen Verzicht auf Selektion: Der Lieferant sparte bei der Sortierung und montierte den größten Teil des gesägten Blocks an der Fassade.
🔍Die wirtschaftliche Ursache ist einfach. Nach dem Transport der Blöcke über Tausende Kilometer macht die Logistik einen großen Kostenanteil aus. Jeder später aussortierte Quadratmeter muss über das Endprodukt finanziert werden. Um einen zu knapp kalkulierten Vertrag rentabel zu halten, entsteht Druck, fast den gesamten Stein einzubauen. In den deutschen Brüchen und Werken von JuraLimestone durchläuft dagegen jedes Teil Sortierung und Qualitätskontrolle.
Aussortiertes Material bleibt im Werk und wird zu Gesteinskörnung verarbeitet. Die Qualität von Platten und Werkstücken ist eine Frage der Reputation. Kein Verfahren kann den exakten Ausschuss im Inneren eines massiven Blocks erkennen; erst nach dem Seil- oder Gattersägen lassen sich die Rohplatten bewerten und Fehler entfernen. Das kostet Maschinenzeit und schafft einen Anreiz, Standards zu senken. Unsere Erfahrung in Russland zeigt zudem, dass selbst eine deutsche Sortierung präzise mit den Erwartungen des jeweiligen Kunden abgestimmt werden muss.
Es wäre unrealistisch zu behaupten, jedes Projekt verlaufe vollkommen. Entscheidend ist, die Eigenschaften des Steins und die erreichbare Selektion zu erläutern, Vereinbarungen mit Rohplattenfotos zu dokumentieren und die Arbeiten vor Ort in Russland laufend zu begleiten.
Ein Beispiel für die Qualitätsbewertung von Jura-Stein und Mosaiken in einem großen Einkaufs- und Freizeitzentrum in Wladiwostok.
🔍Und das fertige Ergebnis:
🔍Wir hoffen, dass diese Informationen fundierte Entscheidungen erleichtern und Bauherren lange Freude am feinen, würdevollen Charakter natürlichen Jura-Kalksteins haben.
