🔍Die JuraLimestone GmbH arbeitet seit mehr als zwei Jahren in Russland. Wir stehen noch am Anfang dieses Weges, doch Fassaden- und Innenraumprojekte haben bereits wertvolle Erfahrungen gebracht—Erfolge ebenso wie Rückschläge. Jede Erfahrung ist nützlich, wenn ihre Lehren rechtzeitig umgesetzt werden.
Eine wichtige Erkenntnis ist der Bedarf an belastbaren Nachweisen bei Aussagen zur Dauerhaftigkeit. Diese Frage betrifft alle Projektbeteiligten vom Architekten bis zum Auftraggeber.
Nach Normen wie GOST 13377-2014 und EN 12371 ist Dauerhaftigkeit die Fähigkeit eines Materials oder Produkts, die erforderlichen mechanischen, funktionalen und ästhetischen Eigenschaften bis zu einem durch die Nutzungsbedingungen des Bauwerks bestimmten Grenzzustand zu erhalten. Bei Bekleidungsstein ist sie ein komplexes und entscheidendes Kriterium, das physikalische, mechanische, chemische, petrographische und weitere Eigenschaften zusammenführt.
Quantitativ lässt sich Dauerhaftigkeit als Nutzungsdauer in Jahren vom Ausgangszustand bis zum Auftreten erster Schadensanzeichen ausdrücken.
Mehrere wesentliche Faktoren wirken schädigend auf Naturstein und bestimmen seine Lebensdauer.
Hier lässt sich nur ein kleiner Teil dieser Faktoren nennen. Derselbe Stein kann deshalb je nach Einsatz sehr unterschiedliche Lebensdauern erreichen. Jura-Kalkstein an einer hinterlüfteten Fassade kann um ein Vielfaches länger halten als derselbe Stein als Pflaster. Selbst die unterste Sockelreihe ist erheblich stärkeren Einflüssen ausgesetzt als ein gewöhnliches Fassadenelement. Die richtige Materialwahl—insbesondere Bruchschicht und Praxiserfahrung—sowie konsequente Selektion sind daher unverzichtbar.
Anschauliche Beispiele für die Dauerhaftigkeit von Stein
Dieser beschädigte Sockel zeigt die Folgen ungeeigneter Steinselektion. Die genaue Ursache lässt sich allein vom Erscheinungsbild nicht bestätigen; das Gebäude stammt jedoch von 2010 und die Schäden traten vergleichsweise früh auf. Wahrscheinlich wurde beigefarbener Stein für Innenräume an der Fassade montiert.
🔍Das nächste Gebäude wurde 2004 fertiggestellt. Seine erste Sockelreihe befindet sich weiterhin in akzeptablem Zustand, obwohl einzelne Elemente direkt an der Zufahrt zur Tiefgarage liegen.
🔍Konstruktive Details können die Dauerhaftigkeit zusätzlich verbessern, indem sie Belastungen verringern. Eine Möglichkeit ist, den Steinsockel über das Gelände anzuheben und kapillar aufsteigende Feuchtigkeit von unten zu verhindern.
🔍Auch die Abmessungen architektonischer Elemente—vor allem ihre Dicke—haben großen Einfluss. Die Nutzungsdauer steigt erfahrungsgemäß ungefähr proportional mit der Steindicke.
Feinkörnige Granite und Gabbro führen die Dauerhaftigkeitsklassen mit möglichen Lebensdauern bis zu 600 Jahren an. Dichte Kalksteine wie Jura-Stein erreichen je nach Anwendung und Bedingungen typischerweise etwa 60 bis 150 Jahre.
