Natursteinbrüche von JuraLimestone

Natursteinbrüche von JuraLimestone

Die JuraLimestone GmbH, Teil der STO-Baugruppe, betreibt neun Jura-Kalksteinbrüche. Ein besonders wichtiger Standort ist Petersbuch nahe Eichstätt. Der Bruch wurde früher von Neumeyer & Brigl, dem Familienunternehmen von Hans Neumeyer und Otto Brigl, bearbeitet und gehört heute zu JuraLimestone.

Der Steinbruch ist rund 19 Meter tief und umfasst 25 Schichten. Er liefert den seltenen hellbeigen Jura Cream, der mit geeigneter Oberfläche fast weiß wirken kann. Dezente Fossilien bleiben sichtbar und geben dem Stein seinen international bekannten individuellen Charakter.

Gerhard Ruf, früher Geschäftsführer von JMS und heute Leiter internationaler Projekte bei JuraLimestone, erläutert, dass alle 25 natürlich bestimmten Schichten im Bruch sichtbar sind. Wegen der Farbunterschiede wird gleichzeitig auf mehreren Ebenen gearbeitet. Bei geringer Überdeckung lassen sich die Bänke klar von eins bis fünfundzwanzig zählen.

Natursteinbrüche von JuraLimestone🔍
Natursteinbrüche von JuraLimestone🔍

Jura-Kalkstein liegt in durchgehenden Bänken, die sich über viele Kilometer nur wenig verändern. Das unterstützt gleichmäßige Rohstoffqualität und Farbe für große Fassadenprojekte. Die oberen Schichten 20–25 liefern Beige bis Dunkelbeige. Grauer Stein tritt vor allem in den Schichten 1–6 auf und wird gewöhnlich innen verwendet. Die hellen Schichten 10–11 zeigen beim Schnitt quer zur Lagerung starke Längsbänder und eignen sich für Vein-Cut-Produkte. Jura Cream liegt in Petersbuch in den Schichten 15–17. Die Fotos vergleichen normale helle und dunkle Beige-Selektionen mit Jura Cream.

Natursteinbrüche von JuraLimestone🔍
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Die Bruchmannschaften bohren bis zur vorgesehenen Blocktiefe und lösen den Stein hydraulisch. Ein kettenbetriebener Frontlader hebt den Block anschließend heraus. Laut Ruf sind horizontale Sägeschnitte nicht nötig, weil sich der Stein natürlich entlang seiner Lagerung trennt.

Ein Steinbruch liefert jährlich etwa 4.000–8.000 Kubikmeter Jura-Kalkstein. Wegen der Winterbedingungen ruht der Betrieb gewöhnlich im Dezember, Januar und Februar.

Ruf weist darauf hin, dass das Gebiet nur sehr geringe geologische Bewegung erfuhr—ein Grund für die hervorragende Steinqualität. Die Lagerstätte soll noch rund dreißig weitere Jahre Abbau ermöglichen.