Wir setzen das in Teil 1 des gleichnamigen Artikels angesprochene Thema fort. Wir versuchen, den Jura-Travertin ein wenig mit klassischen italienischen Travertinen zu vergleichen. Es ist anzumerken, dass die Besonderheit der Bildung von Travertinen untrennbar mit der Ausfällung von Kalziumkarbonat aus heißen vulkanischen Quellen verbunden ist. Dabei werden während des Fällungsprozesses organische Einschlüsse und Gasbläschen mit eingeschlossen. Daher weist Travertin eine geschichtete Struktur mit einem geringen Grad an Rekristallisation auf. Dies wirkt sich auf die ungleichmäßige Porosität des Materials aus. Sie kann innerhalb eines einzigen Gesteinsvorkommens zwischen 5 % und 45 % variieren. Wie sich herausgestellt hat, hat diese Tatsache einen direkten Einfluss auf die Festigkeitseigenschaften des Travertins, was dazu führt, dass seine Festigkeit nach 100 Zyklen abwechselnden Einfrierens und Auftauens zunimmt. Man kann sagen, dass klassische Travertine sozusagen über einen Selbstheilungseffekt verfügen und ihr Porensystem (nur geschlossene Poren) beim abwechselnden Einfrieren und Auftauen als Dämpfer wirkt. Dieses Phänomen verschwindet jedoch, wenn eine Zyklenzahl von 150 erreicht wird. Die Druckfestigkeit fällt auf nahezu die ursprünglichen Werte ab. Anscheinend würde das ausreichen, um die Frostbeständigkeit von 150 Zyklen zu bestehen, da der Abfall 20 % nicht überschreiten sollte, doch die Proben befinden sich an der Grenze der visuellen Integrität, weisen erhebliche Risse auf und können nicht mehr verwendet werden. Der Jura-Travertin hält, wie bereits erwähnt, 250 Frostwechselzyklen mit einem Festigkeitsverlust von etwa 15 % stand. Dabei wiederholt sich dieses Ergebnis sowohl quer zur „Faser“ als auch entlang der „Faser“.
🔍Bitte entschuldigen Sie uns, aber in diesem Artikel vertreten wir ausschließlich eine subjektive Meinung hinsichtlich der Verwendung des jeweiligen Natursteins. Der Jura-Travertin hat sich als Fassadenverkleidung seit langem als dichter, fester und frostbeständiger Werkstoff bewährt, der für einen störungsfreien Betrieb der vorgehängten hinterlüfteten Fassade über die gesamte geplante Nutzungsdauer des Gebäudes sorgt. Abgesehen von speziellen Anwendungsbereichen, beispielsweise Sockelplatten der ersten Ebene, benötigt der Jura-Travertin keine Hydrophobierung.
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